Melanom

Was ist ein Melanom?

Ein Melanom ist ein Tumor, der normalerweise auf der Haut vorkommt. Er entwickelt sich aus den Zellen, die den dunklen Farbstoff Melanin produzieren, der für unsere Hautfarbe verantwortlich ist. Wenn ein Melanom im Auge auftritt, wird es „okuläres Melanom“ genannt. Es gibt andere Arten von Augentumoren, aber das Melanom ist die häufigste. Glücklicherweise ist kommt das Melanom im Auge sehr selten vor.

Die Aderhaut ist bei weitem am häufigsten von einem okulären Melanom betroffen. Es kann aber auch in anderen Bereichen des Auges vorkommen.

Ein Melanom der Aderhaut ist bösartig. Da ein okuläres Melanom normalerweise nicht sichtbar ist und keine Schmerzen verursacht, bemerken es Patienten häufig zunächst nicht, bis es so groß geworden ist, dass es zu Sehbehinderungen, Netzhautablösung, Blutungen oder anderen Komplikationen führt.

Wie wird ein Melanom behandelt?

Die Behandlung des Melanoms hängt von mehreren Faktoren ab: von der Größe und dem Ort des Tumors, von dem generellen Gesundheitszustand des Patienten und davon, ob sich der Krebs schon ausgebreitet hat. Der Hauptgrund, ein Melanom im Auge zu behandeln, ist, das Risiko einer Metastasierung (Ausbreitung der Krebszellen) zu verringern und dabei die Gesundheit und – wenn möglich – die Sehkraft zu erhalten.

Beobachtung

Diese Vorgehensweise kann gewählt werden, wenn der Tumor sehr klein ist oder langsam wächst, bei Patienten, die überhaupt keine Beschwerden haben, bei sehr kranken oder alten Menschen oder wenn das einzige Auge betroffen ist, das noch Sehkraft besitzt. Wenn der Tumor größer als 10 mm im Durchmesser oder 2 bis 3 mm dick wird, dann wird der Augenarzt zusammen mit dem Patienten darüber entscheiden, ob mit einer Therapie begonnen werden soll.

Operation

Die Operation des Augentumors ist eine recht weit verbreitete Vorgehensweise bei der Behandlung. Während der Operation entfernt der Augenarzt Teile des betroffenen Auges oder auch das gesamte Auge, abhängig davon, wie groß der Tumor ist und wie weit er sich verbreitet hat.

Die möglichen Nebenwirkungen einer Augenoperation sind ähnlich wie bei jeder Operation, einschließlich Komplikationen durch die Anästhesie und Schmerzen.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie wird eingesetzt, um Krebszellen abzutöten oder zu schädigen. Es gibt verschiedene Arten der Strahlentherapie:

  • Die Brachytherapie ist ein Verfahren, bei dem eine radioaktive Platte in die Nähe des Tumors eingeführt wird. Wenn die zur Zerstörung des Tumors erforderliche Strahlendosis erreicht ist, wird die Platte wieder entfernt.

  • Bei der Protonenstrahlung werden hoch aufgeladene Teilchen auf den Tumor gelenkt. Anders als Röntgenstrahlen kann diese Art der Strahlung zielgenau auf den Tumor gerichtet und somit das umliegende Gewebe geschont werden.

  • Die traditionelle Strahlentherapie mit Röntgenstrahlen, bei der die Strahlen von außerhalb auf den Tumor gelenkt werden, kann nach einer Entfernung des Auges angewandt werden.

Thermotherapie

Dieses Verfahren nutzt die Hitze eines Laserstrahles, um kleinere Tumore zusammenzuschmelzen.