Okuläre Hypertension

Was ist eine okuläre Hypertension?

Unter okulärer Hypertension versteht man einen erhöhten Augeninnendruck, der keinen Einfluss auf den Sehnerv und das Sehvermögen hat.

Eine okuläre Hypertension liegt vor, wenn die folgenden Kriterien erfüllt werden:

  • Ein Augeninnendruck von mehr als 21 mm Hg (mm Hg = Millimeter Quecksilbersäule = Maß für den Druck) wird in einem oder beiden Augen bei zwei oder mehr Messungen festgestellt.

  • Sehnerv und Gesichtsfeld erscheinen normal.

  • Der Kammerwasserabfluss ist nicht gestört.

  • Es gibt kein Zeichen für irgendeine Augenerkrankung. Einige Augenerkrankungen können den Augeninnendruck erhöhen.

Die okuläre Hypertension selbst ist keine Augenerkrankung. Sie ist jedoch ein Risikofaktor für ein Glaukom und sollte deshalb zum Anlass genommen werden, die Augen regelmäßig gründlich auf Anzeichen für ein Glaukom zu untersuchen.

Wer hat ein Risiko für eine okuläre Hypertension?

  • Im Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, eine okuläre Hypertension zu entwickeln.

  • Junge Menschen mit einem erhöhten Augeninnendruck sollten besonders genau beobachtet werden, da die Augen junger Menschen für einen langen Zeitraum dem Druck ausgesetzt sind und so ein höheres Risiko haben, Schäden am Sehnerv zu erleiden.

  • Die okuläre Hypertension ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines Glaukoms, und je höher der Druck ist, desto größer ist das Risiko.

Was verursacht die okuläre Hypertension?

Ein erhöhter Druck im Auge entsteht, wenn die Flüssigkeit der vorderen Augenkammer (Kammerwasser) nicht in gleichem Maße abfließt wie sie produziert wird.

Was sind die Symptome der okulären Hypertension?

Die meisten Menschen mit okulärer Hypertension verspüren überhaupt keine Symptome. Gerade deshalb ist es so wichtig, die Augen regelmäßig untersuchen zu lassen, um Schäden am Sehnerv auszuschließen.

Wie wird okuläre Hypertension behandelt?

In vielen Fällen wird die okuläre Hypertension nicht behandelt, sondern nur ganz genau beobachtet. Wenn Ihr Arzt Ihnen jedoch ein Medikament verschreibt, das den Augeninnendruck senken soll, ist es wichtig, dass Sie seinen Anweisungen genau folgen. Sonst könnten entstehende Schäden am Sehnerv (Glaukom) zu einem dauerhaften Sehkraftverlust führen.